In fast jedem Bericht stehen zwei grundverschiedene Arten von Zahl nebeneinander, ohne dass es dransteht. Die eine ist beobachtet: Ein Klick hat stattgefunden, eine Bestellung ist eingegangen. Die andere ist gerechnet: Von dieser Bestellung entfallen 40 Prozent auf den ersten Kontakt.
Beide sind nützlich. Aber sie halten unterschiedlich viel aus. Über eine gemessene Zahl kann man streiten, ob sie vollständig ist. Über eine zugeordnete kann man streiten, ob die Regel sinnvoll ist. Das ist eine ganz andere Diskussion.
Die dritte Ebene, die es hier nicht gibt
Viele Werkzeuge kennen eine dritte Art: die modellierte Zahl. Wo die Einwilligung fehlt oder ein Signal ausbleibt, wird die Lücke rechnerisch gefüllt. Das Ergebnis sieht aus wie eine Messung, ist aber ein Modell über ein Modell.
Metrunio hat diese Ebene nicht, und das ist keine technische Einschränkung, sondern eine Entscheidung. Fehlt ein Signal, steht die Lücke da. Eine Conversion ohne gemessenen Kontakt heißt „nicht zugeordnet“ und wird nicht auf die Kanäle verteilt, weil sie irgendwoher kommen muss.
Daneben zeigt Metrunio Zahlen, die weder gemessen noch zugeordnet sind, und auch sie tragen ihre Herkunft. Gemeldet ist, was eine Werbeplattform über sich selbst sagt. Gesetzt ist ein Wert, den du selbst festlegst, etwa was dir eine Registrierung wert ist. Angegeben ist, was eine Kundin selbst sagt, etwa in der Nachkauf-Frage. Keine davon füllt eine Lücke, und gesetzte und angegebene Werte stehen nie im Umsatz.
Was das im Alltag ändert
- Die Summe der zugeordneten Conversions ist höchstens so groß wie die gemessene, meist kleiner. Das ist richtig so und kein Fehler.
- Der Anteil „nicht zugeordnet“ ist eine Kennzahl für sich: Er sagt, wie viel deiner Messung fehlt.
- Eine Zahl, die man weitergibt, braucht die Angabe des Modells. Ohne sie ist sie nicht vergleichbar, auch nicht mit sich selbst aus dem Vormonat.
Kernsatz
Wer eine Lücke füllt, damit die Tabelle vollständig aussieht, hat die Tabelle verbessert und die Entscheidung verschlechtert.