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Kampagnen und Messung

Was ist ein Zielschritt?

Ein Zielschritt ist eine Conversion, die ein Kunde erreicht statt kauft: registriert, eingerichtet, erste Zahlung. Jeder Schritt hat einen Schlüssel und eine Reihenfolge und zählt je Kunde genau einmal, egal wie oft er gemeldet wird. Mehrere Schritte in Reihenfolge ergeben den Funnel im Bericht „Bestellungen & Ziele“.

Wie messe ich einen Funnel, wenn es keinen Kauf gibt?

Ein Shop hat einen Abschluss: den Kauf. Eine Anwendung hat mehrere, und keiner davon ist eine Bestellung: Jemand registriert sich, richtet etwas ein, zahlt zum ersten Mal. Jeder dieser Punkte ist ein Zielschritt: eine eigene Conversion-Definition mit einem Schlüssel, einer Reihenfolge und einem Wert. Gemeldet wird ein Schritt mit einem Ereignis vom Typ goal, aus dem Browser oder aus deinem Backend; beide Wege sind gleichwertig.

Ein Beispiel: Software mit Testphase

Eine Buchhaltungssoftware wirbt bei Google und LinkedIn und bietet 14 Tage Test. Die Frage dahinter ist nicht „Welche Anzeige bringt Registrierungen?“, sondern „Welche bringt Leute, die nach dem Test bezahlen?“. Dafür legt sie drei Schritte an:

SchrittWann er erreicht istGemeldet vonWert
registriertdas Konto ist angelegtBackend, dort, wo es das Konto anlegtAkquisitionswert, im Portal gesetzt
eingerichtetdie erste Rechnung ist geschriebenBrowser, am Ende des DialogsAkquisitionswert, im Portal gesetzt
erste_zahlungdas Abo ist nach dem Test bezahltBackend, aus der Zahlungsbestätigungder bezahlte Betrag, also Umsatz

Nach der Anmeldung ruft die Anwendung einmal metrunio.identify() mit der Kundennummer auf; dieselbe Nummer geht als user_id mit den Schritten aus dem Backend. So hängen Registrierung am Laptop und Zahlung zwei Wochen später am Telefon an derselben Person und an der Anzeige, über die sie kam, solange der Klick im Klickfenster liegt.

Im Bericht „Bestellungen & Ziele“ steht dann der Funnel: wie viele Kunden jeden Schritt erreicht haben und welcher Anteil vom Vorschritt weiterkam. Darunter steht je Schritt, welchen Kanälen er zugeordnet ist. Ein Beispiel, keine Messung: 200 registriert, 80 eingerichtet, 30 erste Zahlung. Kommen die Registrierungen vor allem über LinkedIn, die ersten Zahlungen aber über die Google-Suche, siehst du das hier. Auf „Kanäle & Attribution“ grenzt du die Berichte auf erste_zahlung ein und bekommst den ROAS auf bezahlte Abos gegen alle Werbekosten.

Hinweis

Im Einrichtungsassistenten legt die Wahl „Schritte in einer Anwendung (SaaS)“ genau diese drei Schritte an: registriert, eingerichtet, erste_zahlung. Du kannst sie umbenennen, ergänzen oder stilllegen. Wie du sie aus Browser und Backend meldest, steht in „Wie melde ich einen Zielschritt?“.

Der Schlüssel

Der Schlüssel (goal_key) ist der Name, mit dem dein Code den Schritt meldet: klein, ohne Leerzeichen, aus Buchstaben, Ziffern, Unterstrich, Punkt und Bindestrich, höchstens 64 Zeichen, etwa registriert oder shop_angelegt. Er ist eine Adresse: Sobald Ereignisse darauf gezählt haben, lässt er sich nicht mehr ändern. Brauchst du einen anderen, legst du einen neuen Schritt an und legst den alten still. Die Reihenfolge dagegen kannst du jederzeit mit den Pfeilen im Portal ändern.

Meldet dein Code einen Schlüssel, den es noch nicht gibt, entsteht die Definition von selbst. Im Portal steht sie dann als „automatisch angelegt“; Name und Wert trägst du nach. Das hat einen Vorteil und eine Kehrseite: Du kannst mit dem Code anfangen, ohne vorher jedes Ziel im Portal anzulegen, aber ein Tippfehler im Code wird zu einem eigenen Schritt. Eine stillgelegte Definition zählt nicht mehr, auch wenn weiter Ereignisse mit ihrem Schlüssel ankommen.

Einmal je Kunde

Ein Kunde erreicht einen Schritt, oder er erreicht ihn nicht. Meldet dein Code denselben Schritt für denselben Kunden ein zweites Mal (weil die Seite neu geladen wurde oder ein Hintergrundjob zweimal läuft), zählt er nicht noch einmal. Die Zahl im Bericht ist deshalb eine Zahl von Kunden, nicht von Aufrufen.

Achtung

„Je Kunde“ heißt je Kundenkennung. Ein Schritt braucht eine: user_id, user_id_hash oder die pseudonyme Browserkennung; ohne wird er abgelehnt. Nur mit metrunio.identify(userId) nach der Anmeldung ist der Kunde über Browser und Geräte hinweg derselbe. Ohne identify() zählt der Schritt je Browser: Dieselbe Person auf zwei Geräten zählt zweimal, und zwei Konten im selben Browser zählen einmal.

Was ein Zielschritt nicht ist

  • Kein Seitentrichter: Metrunio baut keinen Funnel aus Klickpfaden oder besuchten Seiten. Gezählt werden nur Schritte, die dein Code meldet.
  • Kein Umsatz: Den Akquisitionswert eines Schritts legst du im Portal fest. Im Bericht heißt er deshalb „gesetzt“ und steht getrennt vom Umsatz. Umsatz ist nur ein Betrag, den das Ereignis selbst mitbringt.
  • Keine Ausnahme vom Kontingent: Jeder gesendete Schritt ist ein Ereignis und zählt gegen das Eventkontingent; dieselbe Event-ID zählt einmal.
  • Keine Ausnahme von der Einwilligung: goal ist ein Analytics-Ereignis. Wie bei einem Lead wird ohne Analytics-Einwilligung kein Schritt gespeichert, auch nicht aus deinem Backend; die Ausnahme für Bestellungen, die dein Server ohne Einwilligung meldet, gilt für Schritte nicht.

Hinweis

Verschmelzen zwei Identitäten, etwa weil sich jemand in einem Browser anmeldet, der bisher nur über seine Browserkennung bekannt war, und hatten beide denselben Schritt erreicht, bleibt die frühere Conversion. Eine Rückgabe, die vorher schon an eine Werbeplattform gemeldet wurde, lässt sich nicht zurückholen.

Zuletzt geprüft am 17.10.2026

Ebenfalls gefragt

  • Wie messe ich einen SaaS-Funnel?
  • Was ist ein goal-Ereignis?
  • Warum zählt ein Schritt nur einmal?
  • Was ist ein goal_key?
  • Wie lege ich einen Zielschritt an?
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  • Kann ich Registrierung und Aktivierung als Conversion messen?
  • Wie nutze ich Metrunio für SaaS?
  • Funktioniert Metrunio auch ohne Shop?
  • Welche Werbung bringt zahlende Kunden für meine Software?

Weiterführende Artikel

  • Wie melde ich einen Zielschritt?

    Wie sende ich die Schritte meines Funnels aus Browser oder Backend?

    Im Browser mit metrunio.identify(userId) einmal nach der Anmeldung und dann metrunio.goal('schluessel') je Schritt; aus dem Backend mit POST /v1/server/events und einem Ereignis vom Typ goal mit goal_key und user_id. Beide Wege sind gleichwertig; ein Schritt ohne Kundenkennung wird abgelehnt.

  • Wie lese ich den Funnel-Bericht?

    Was bedeuten „Erreicht“, „Übergang“ und „Übersprungen“ im Funnel?

    „Erreicht“ ist die gemessene Zahl der Kunden, die den Schritt im Zeitraum erreicht haben, je Kunde einmal. „Übergang“ folgt der Kohorte: Von den Kunden, die den Vorschritt im Zeitraum erreichten, der Anteil, der diesen Schritt bis zum Ende des Zeitraums erreichte (nie über 100 %). „Übersprungen“ sind Kunden, die den Schritt erreichten, den Vorschritt aber nie.

  • Welchen Wert hat ein Zielschritt?

    Was ist der Akquisitionswert eines Schritts, und zählt er als Umsatz?

    Jeder Schritt kann im Portal einen Akquisitionswert tragen: was dir ein Kunde wert ist, der diesen Schritt erreicht hat. Diesen Wert hast du gesetzt, deshalb steht er in den Berichten getrennt und nie im Umsatz oder im ROAS. Bringt ein Ereignis einen eigenen Wert mit, etwa den Betrag der ersten Zahlung, ist das gemessener Umsatz.

  • Welche Merkmale werden verknüpft?

    Woran erkennt Metrunio, dass zwei Signale zusammengehören?

    Nur an eindeutigen Kennungen: Session-ID, pseudonyme First-Party-ID, Click-ID, Impression-ID, Sichtkennung, pseudonymisierte Kundenkennung sowie Bestell- und Lead-Nummer. Mehr nicht.

  • Welche Ereignisse misst Metrunio?

    Welche Eventtypen gibt es und welche Einwilligung brauchen sie?

    Es gibt fünfzehn Eventtypen. Die vier Werbeevents benötigen eine Marketing-Einwilligung, alle übrigen mindestens eine Analytics-Einwilligung; ohne passende Einwilligung wird ein Ereignis nicht gespeichert. Einzige Ausnahme sind Kauf und Erstattung, die dein Server ohne Einwilligung meldet: Sie zählen zur Umsatzabstimmung mit Bestellnummer, ohne Browser-, Kunden- und Werbekennungen, und werden nicht zugeordnet; nach einer Ablehnung gilt das nur mit aktivierter Zusatzweisung.

  • Was ist das Eventkontingent?

    Was passiert, wenn ich mein Eventvolumen überschreite?

    Jeder Tarif enthält ein Eventkontingent, das im Produkt jederzeit sichtbar ist. Je vier ausgelieferte Impressionen zählen als ein Event; Sichtbarkeitsmeldungen und Testevents zählen nicht mit. Geprüft wird je Batch, und jede Instanz der Annahme schreibt ihren Zähler alle fünf Sekunden fort. An der Grenze können deshalb die Events weniger Sekunden mehr angenommen werden.

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