Jemand klickt im Banner auf „Ablehnen“, legt zwei Paar Wollsocken in den Warenkorb und bezahlt. Die Bestellung ist echt, der Umsatz auch. Nur weiß deine Messung nicht, welche Anzeige davor lag. Und in diesem Fall soll sie das auch nicht wissen.
Warum ohne Einwilligung keine Journey entsteht
Um eine Bestellung der Werbung davor zuzuordnen, muss Metrunio denselben Browser über Tage wiedererkennen: den Klick vom Montag, den Besuch vom Donnerstag, den Kauf am Samstag. Das geht nur mit einer Kennung, die auf dem Gerät liegt. Ohne Einwilligung legt Metrunio keine an, und das Skript sendet vor der Entscheidung im Banner nichts. Ohne Kennung gibt es keine Journey und keine Zuordnung.
Was trotzdem ankommt
Die Bestellung selbst kann ankommen, wenn dein Shop sie vom Server meldet, wie es die Plugins für Shopify, Shopware und WordPress tun. Dann zählt sie zur Umsatzabstimmung: mit Bestellnummer und Betrag, ohne Browser-, Kunden- und Werbekennungen. Im Bericht steht sie als „nicht zugeordnet“ mit dem Grund „Keine Einwilligung“.
Dabei unterscheidet Metrunio zwei Fälle. Hat jemand im Banner gar nicht entschieden, zählt die Bestellung so. Hat jemand ausdrücklich abgelehnt, zählt sie nur, wenn für dein Konto die Zusatzweisung zur Umsatzabstimmung aktiviert ist; ohne sie weist Metrunio die Bestellung ab, und sie fehlt im gemessenen Umsatz. Nach einer Ablehnung wird eine Bestellung nie einem Besuch oder Kanal zugeordnet und nie an eine Werbeplattform gemeldet.
Ein Beispiel mit runden Zahlen
Ein Monat mit 1.000 Bestellungen in deinem Shop: 780 mit Einwilligung, 150 ohne Entscheidung im Banner, 70 nach einer Ablehnung. Vor 702 der 780 Bestellungen mit Einwilligung hat Metrunio einen Besuch oder Werbekontakt gemessen.
| Ohne Zusatzweisung | Mit Zusatzweisung | |
|---|---|---|
| Bestellungen im gemessenen Umsatz | 930 | 1.000 |
| davon „nicht zugeordnet“ mit Grund „Keine Einwilligung“ | 150 | 220 |
| Bestellungen mit gemessenem Kontakt davor | 702 | 702 |
| Zuordnungsquote | 75,5 % | 70,2 % |
Die Zuordnungsquote ist der Anteil der Bestellungen oder Anfragen, vor denen ein gemessener Kontakt liegt. Mit der Zusatzweisung sinkt sie, obwohl nichts schlechter gemessen wird: Es kommen 70 Bestellungen dazu, die keinen Kontakt haben dürfen. Dafür zählt dein gemessener Umsatz dann alle 1.000 Bestellungen des Beispiels.
Was Metrunio nicht auffüllt
Die 220 Bestellungen ohne Einwilligung bleiben nicht zugeordnet. Metrunio verteilt sie nicht nach dem Muster der übrigen auf die Kanäle und ergänzt keine Kontakte aus einem Modell. Sonst stünde im Bericht eine Verteilung, die für diese Bestellungen niemand gemessen hat.
Die Lücke siehst du an drei Stellen: an der Zuordnungsquote in der Übersicht, unter „Datenstatus“ an der Zahl „Durch Consent blockiert“ für Ereignisse, die ohne Einwilligung ankamen und nicht gespeichert wurden, und ab dem Tarif Pro an der Post-View-Abdeckung unter „Kanäle & Attribution“. Sie zeigt, wie viele sichtbare Impressionen sich mit einem Besuch im Shop verknüpfen lassen.
Was du tun kannst
Prüf zuerst, ob dein Banner die Entscheidung überhaupt an Metrunio weitergibt. Fehlt das Signal, landen auch die Bestellungen von Menschen, die eingewilligt haben, in der Lücke. Wie du das prüfst, steht in der Hilfe unter „Wie prüfe ich meinen Consent-Status?“.
Ob du die Zusatzweisung abschließt und worauf du die Umsatzabstimmung stützt, entscheidest du mit deiner Datenschutzberatung. Metrunio zählt die Bestellungen nach einer Ablehnung erst, wenn die ausgefüllte Weisung vorliegt und aktiviert ist.
Kernsatz
Eine Bestellung ohne Einwilligung steht im Umsatz und bei keinem Kanal. Wie viele es sind, sagt dir die Zuordnungsquote.