Grenzen und Abgrenzung
Warum misst Metrunio nicht ohne Einwilligung?
Weil Metrunio Bestellungen der Werbung davor zuordnet und dafür einen Browser über mehrere Tage wiedererkennen muss: Das geht nur mit einer Kennung auf dem Gerät, und eine solche Kennung darf Metrunio nach unserer vorsichtigen Einschätzung nur mit Einwilligung anlegen. Ohne Einwilligung zählt Metrunio Bestellungen, die dein Server meldet, mit Bestellnummer und ohne Browser-, Kunden- und Werbekennungen im Umsatz mit, ordnet sie aber keiner Werbung zu; wie groß diese Lücke ist, zeigen dir Zuordnungsquote und Post-View-Abdeckung. Das ist unsere Produktentscheidung und kein Urteil über andere Werkzeuge: Ob eines ohne Einwilligung messen darf, hängt davon ab, was es misst.
Andere werben mit Messung ohne Cookie-Banner. Warum geht das bei Metrunio nicht?
Unter Messung ohne Einwilligung verstehen Anbieter Verschiedenes: eine Zählung von Seitenaufrufen ohne Kennung, eine Kennung, die nur auf dem Server entsteht, oder Zahlen, die ein Modell für die Besucher ohne Einwilligung ergänzt. Frag nach, was davon gemeint ist und auf welcher Rechtsgrundlage. Für Metrunio steht die Antwort hier.
Wenn andere ohne Einwilligung messen
Das ist nicht von vornherein unzulässig. Ob ein Werkzeug ohne Einwilligung messen darf, hängt davon ab, was es tut: ob es auf das Gerät zugreift, ob es Besuche über Tage wiedererkennt und ob es Bestellungen einer Werbung zuordnet. Eine Zählung ohne Kennung oder eine Auswertung allein auf dem Server kann anders zu beurteilen sein als eine Kennung im Browser. Metrunio hat sich für den vorsichtigen Weg entschieden, weil seine Zuordnung eine solche Kennung braucht. Das ist unsere Produktentscheidung, kein Urteil über andere Werkzeuge.
Warum die Zuordnung eine Kennung braucht
Metrunio verbindet eine Bestellung mit der Werbung davor: dem Banner von letzter Woche, dem Klick von gestern Abend. Dafür muss es denselben Browser an mehreren Tagen wiedererkennen, und das geht nur mit etwas, das auf dem Gerät liegt und wieder gelesen wird, etwa einer Kennung im Speicher des Browsers oder der Sichtkennung für Post-View. Ein Gerät an seinen Merkmalen wiederzuerkennen, das sogenannte Fingerprinting, setzt Metrunio nicht ein. Ohne Einwilligung legt Metrunio deshalb keine Kennung an, und ohne Kennung entsteht weder eine Journey noch eine Zuordnung.
Was ohne Einwilligung trotzdem geschieht
- Bestellungen und Erstattungen, die dein Server ohne Einwilligung meldet, zählen zur Umsatzabstimmung im Umsatz mit: mit Bestellnummer, ohne Browser-, Kunden- und Werbekennungen. Zugeordnet werden sie nicht, außer über den Checkout, wenn du es einschaltest, und sie stehen als „nicht zugeordnet“ mit dem Grund „Keine Einwilligung“. Damit lässt sich dein gemessener Umsatz gegen den Shop abgleichen. Nach einer Ablehnung im Banner gilt das nur mit aktivierter Zusatzweisung zur Umsatzabstimmung.
- Ein Tracking-Link leitet ohne Einwilligung der Werbeseite trotzdem weiter und gibt nur die Kampagne mit, keine Klickkennung. Der Besuch zählt dann für die Kampagne, ohne mit dem Klick verbunden zu sein.
- Alles andere aus dem Browser speichert Metrunio ohne Einwilligung nicht, und das Skript sendet vor der Entscheidung nichts.
Wo du die Lücke siehst
- Die Zuordnungsquote in der Übersicht: der Anteil der Bestellungen und Anfragen, vor denen ein gemessener Kontakt liegt. Bestellungen ohne Einwilligung zählen mit und senken sie.
- Die Post-View-Abdeckung unter „Kanäle & Attribution“: wie viele deiner sichtbaren Impressionen nachweislich mit einem Besuch im Shop verknüpfbar sind, je Kanal und Browserfamilie. Fehlt die Einwilligung auf der Werbeseite oder im Shop, entsteht keine Sichtkennung.
- Unter „Datenstatus“ zählt „Durch Consent blockiert“, was Metrunio ohne Einwilligung erreicht hat und deshalb nicht gespeichert wurde.
Fehlende Kontakte ergänzt Metrunio nicht aus einem Modell. Eine Bestellung ohne Einwilligung bleibt „nicht zugeordnet“, und die Zuordnungsquote sagt dir, wie viel das ausmacht.
Reichweite vor der Einwilligung
Eine anonyme Zählung von Seitenaufrufen vor der Einwilligung gab es als Einstellung. Sie ist seit dem 29.09.2026 ausgeblendet: Das Skript sendet vor der Entscheidung nichts, und die Einstellung hätte damit nichts mehr gemessen.
Rechtlicher Hinweis
§ 25 TDDDG erlaubt, Informationen auf einem Gerät zu speichern oder dort zu lesen, grundsätzlich nur mit Einwilligung. Die Ausnahme, die hier in Frage käme, gilt nur, wenn das unbedingt erforderlich ist, damit ein ausdrücklich gewünschter digitaler Dienst funktioniert. Eine Kennung, die Werbung und Bestellungen verbindet, fällt nach unserem Verständnis nicht darunter. Für eine reine Reichweitenzählung ohne Zugriff auf das Gerät liegt ein Vorschlag vor (ADR 0008): ein Wert, den der Server aus Adresse und Browserangaben bildet und täglich verwirft. Er ist nicht gebaut, und seine rechtliche Bewertung steht aus; Bestellungen könnte er ohnehin nicht zuordnen, weil der Weg zu einer Bestellung über mehrere Tage läuft. Dass Bestellungen ohne Einwilligung zur Umsatzabstimmung mitzählen dürfen, beruht auf dem berechtigten Interesse an vollständigen Umsatzzahlen. Andere Anbieter können ihre Werkzeuge anders einordnen. Diese Einordnung ersetzt keine Rechtsberatung.
Zuletzt geprüft am 13.10.2026
Ebenfalls gefragt
- Kann Metrunio consentfrei messen?
- Ist Metrunio cookieless?
- Kann ich ohne Cookie-Banner messen?
- Misst Metrunio einwilligungsfrei?
- Kann ich ohne Consent tracken?
- Andere Anbieter messen ohne Einwilligung. Warum ihr nicht?
- Ist Messung ohne Einwilligung bei anderen Anbietern unzulässig?
Weiterführende Artikel
- Was passiert ohne Einwilligung?
Wird ohne Consent wirklich nichts gespeichert?
Standardmäßig speichert Metrunio ohne passende Einwilligung nichts, auch kein Rohereignis, und das Tracking-Skript sendet vor der Entscheidung nichts. Ein beschriebener Fall weicht ab: Kauf und Erstattung, die dein Server ohne Einwilligung meldet, zählen zur Umsatzabstimmung im Umsatz, mit Bestellnummer und ohne Browser-, Kunden- und Werbekennungen, und werden nicht zugeordnet. Das gilt nach einer Ablehnung nur mit aktivierter Zusatzweisung. Die Klickweiterleitung gibt ohne Einwilligung der Werbeseite nur die Kampagne mit, keine Klickkennung.
- Was passiert vor der Einwilligung?
Kann ich vor der Einwilligung anonym messen?
Standard ist „block_all“: Vor der Einwilligung wird nichts gespeichert, und das Tracking-Skript sendet nichts. Die anonyme Reichweitenmessung vor der Einwilligung ist seit dem 29.09.2026 ausgeblendet und lässt sich nicht mehr wählen: Das Skript sendet vor der Entscheidung ohnehin nichts, sie bliebe leer. Wer sie schon eingestellt hatte, sieht bisherige Zahlen weiter unter „Reichweite“.
- Gilt die Einwilligung auch für Server-Events?
Brauche ich Consent, wenn ich serverseitig sende?
Ja, denn serverseitige Verarbeitung ist nicht gleichbedeutend mit Einwilligungsfreiheit: Gib consent_state und consent_purposes im Event mit; ohne passende Einwilligung wird ein Ereignis abgewiesen. Die Ausnahme sind Kauf und Erstattung mit consent_state unknown: Sie werden zur Umsatzabstimmung gespeichert, mit Bestellnummer und ohne Browser-, Kunden- und Werbekennungen, zählen im gemessenen Umsatz und erscheinen als nicht zugeordnet mit dem Grund „Keine Einwilligung“. Mit denied gilt das nur, wenn für dein Konto die Zusatzweisung zur Umsatzabstimmung aktiviert ist. Abschalten kannst du die Umsatzabstimmung im Portal unter Datenschutz; zuordnen lässt sich eine solche Bestellung nur über den Checkout, wenn du das einschaltest.
- Zusatzweisung zur Umsatzabstimmung
Wann zählen Bestellungen nach einer Ablehnung im Cookie-Banner?
Bestellungen, die dein Shop nach einer Ablehnung im Banner serverseitig meldet, zählen nur, wenn für dein Konto die Zusatzweisung zur Umsatzabstimmung aktiviert ist. Du füllst sie aus und unterschreibst sie, danach aktivieren wir sie; ohne sie weist Metrunio solche Bestellungen ab. Bestellungen ganz ohne Entscheidung im Banner zählen auch ohne die Weisung.
- Wo endet die Messung?
Welche Grenzen hat die Messung von Metrunio?
Post-View ist nur messbar, wo eigene Tags ausgeliefert werden dürfen und der Browser die Sichtkennung zurückträgt: Nicht jede ausgelieferte Anzeige ist sichtbar, nicht jede sichtbare mit dem Kauf verknüpfbar. Ohne Einwilligung entstehen bewusst Lücken, und eine Lücke bleibt eine Lücke, keine Null. Attribution beschreibt Zuordnung, nicht kausale Werbewirkung.
- Welche Kennzahlen gibt es und wie werden sie gerechnet?
Wie entstehen ROAS, CPA und Conversion-Rate?
Kennzahlen entstehen aus gemessenen Größen und, wo Attribution im Spiel ist, aus dem gewählten Modell. Kostenbezogene Kennzahlen setzen voraus, dass Werbekosten importiert oder abgeglichen wurden.