Einwilligung
Gilt die Einwilligung auch für Server-Events?
Ja, denn serverseitige Verarbeitung ist nicht gleichbedeutend mit Einwilligungsfreiheit: Gib consent_state und consent_purposes im Event mit; ohne passende Einwilligung wird ein Ereignis abgewiesen. Die Ausnahme sind Kauf und Erstattung mit consent_state unknown: Sie werden zur Umsatzabstimmung gespeichert, mit Bestellnummer und ohne Browser-, Kunden- und Werbekennungen, zählen im gemessenen Umsatz und erscheinen als nicht zugeordnet mit dem Grund „Keine Einwilligung“. Mit denied gilt das nur, wenn für dein Konto die Zusatzweisung zur Umsatzabstimmung aktiviert ist. Abschalten kannst du die Umsatzabstimmung im Portal unter Datenschutz; zuordnen lässt sich eine solche Bestellung nur über den Checkout, wenn du das einschaltest.
Brauche ich Consent, wenn ich serverseitig sende?
Der häufigste Irrtum bei serverseitigem Tracking ist die Annahme, dass die Einwilligung damit entfällt. Sie entfällt nicht: Maßgeblich ist, welche Daten über eine Person verarbeitet werden, nicht auf welchem Weg sie ankommen.
{
"event_id": "bestellung-12345",
"event_type": "purchase",
"consent_state": "granted",
"consent_purposes": ["analytics", "marketing"]
}Der Zustand kennt vier Werte: unknown, denied, partial und granted. Übernimm ihn aus dem Zustand, den deine CMP zum Zeitpunkt des Ereignisses gemeldet hat, statt ihn pauschal auf granted zu setzen.
Bestellungen ohne Einwilligung
Nicht jede Bestellung hat eine Entscheidung hinter sich: Jemand ignoriert das Banner, hat JavaScript aus, oder die Bestellung entsteht an der Kasse im Laden. Bestellungen aus der Zeit vor der Einrichtung tragen ohnehin keine. Solche Bestellungen kommen mit consent_state unknown an, und wer im Banner abgelehnt hat, mit denied. Ohne Ausnahme fielen beide komplett aus deinem Umsatz.
Die Ausnahme ist die Umsatzabstimmung: ein eigener Zweck, getrennt vom Tracking. Sie stützt sich nicht auf die Einwilligung, sondern auf dein berechtigtes Interesse an vollständigen, mit deinem Shop abstimmbaren Umsatzzahlen. Für Bestellungen ohne Entscheidung ist sie bei jedem Konto voreingestellt an, und du kannst sie abschalten (siehe unten). Für Bestellungen nach einer Ablehnung nur mit der Zusatzweisung zur Umsatzabstimmung, die du unterschreibst und wir dann aktivieren: Eine Ablehnung des Trackings ist kein Widerspruch gegen die Umsatzabstimmung, aber die Abwägung musst du für diesen Fall eigens treffen.
| Fall | Was passiert |
|---|---|
| purchase oder refund, über /v1/server/events oder /v1/server/backfill, consent_state unknown | Angenommen (accepted). Gespeichert mit Bestellnummer, ohne Browser-, Kunden- und Werbekennungen, im Umsatz gemessen, nicht zugeordnet. |
| Dasselbe mit consent_state denied oder partial ohne analytics (nach einer Ablehnung), Zusatzweisung aktiviert | Genauso angenommen, mit Bestellnummer, ohne weitere Kennungen, nicht zugeordnet. |
| Dasselbe nach einer Ablehnung, Zusatzweisung nicht aktiviert | Abgewiesen (CONSENT_MISSING), nichts gespeichert. Die Meldung nennt den Grund, und die Einrichtungsprüfung zeigt einen Hinweis. |
| Dasselbe ohne Entscheidung oder nach einer Ablehnung, Umsatzabstimmung im Portal abgeschaltet | Abgewiesen (CONSENT_MISSING), nichts gespeichert. Die Meldung nennt den Grund und wo du sie wieder einschaltest. Eine aktivierte Zusatzweisung ruht. |
| Dasselbe aus dem Browser (SDK, Pixel) | Blockiert wie bisher. |
| Andere Server-Events mit unknown (custom, lead, goal …) | Blockiert wie bisher. |
Vor dem Speichern entfernt der Collector alles, woran eine Person oder ein Besuch hängt: pseudonyme Kennung, Sitzung, Kundennummer und E-Mail-Hash, Klick-, Impressions- und Sichtkennung, IP-Hash, Seite, Referrer, Kampagnenparameter, Neukunden-Angabe, Warenkorbzeilen, Wertaufteilung und freie Felder. Es bleiben Bestellnummer, Betrag, Währung, der Tag der Bestellung ohne Uhrzeit (in der Zeitzone deines Shops) und die Umgebung. Aus der Bestellung selbst entsteht keine Journey, und an Werbeplattformen wird nichts gemeldet.
Die Bestellnummer bleibt, damit eine Erstattung ihren Kauf findet und du den Umsatz gegen deinen Shop abgleichen kannst. In Berichten steht die Bestellung als nicht zugeordnet, mit dem Grund „Keine Einwilligung“. Der Umsatz ist gemessen, ein Kanal bekommt ihn nicht. Weil dein Shop die Bestellnummer einer Person zuordnen kann, bleiben die Daten grundsätzlich personenbezogen: Auskunft, Löschung und Widerspruch laufen über die Bestellnummer (Hilfeartikel „Zusatzweisung zur Umsatzabstimmung“).
Umsatzabstimmung abschalten
Willst du Bestellungen ohne Einwilligung gar nicht bei Metrunio haben, schalte die Umsatzabstimmung im Portal unter Datenschutz ab. Das darf nur die Rolle Admin, und der Vorgang steht im Protokoll. Ab dann weist Metrunio Kauf und Erstattung ohne Entscheidung ab, und eine aktivierte Zusatzweisung für Bestellungen nach einer Ablehnung ruht, weil sie die Umsatzabstimmung voraussetzt. Bestellungen mit Einwilligung zählen weiter wie bisher. Dein gemessener Umsatz liegt danach um die abgewiesenen Bestellungen unter dem deines Shops. Innerhalb von etwa zehn Sekunden nach dem Umschalten kann noch eine Bestellung nach der alten Einstellung durchgehen.
Was schon gespeichert ist, löscht das Abschalten nicht: Diese Bestellungen bleiben bis zum Ende deiner Rohdatenfrist und verschwinden dann. Soll eine einzelne Bestellung sofort weg, lege unter Datenschutz einen Widerspruch mit der Bestellnummer als Kennung an. Einschalten kannst du die Umsatzabstimmung jederzeit wieder an derselben Stelle; abgewiesene Bestellungen holt Metrunio dabei nicht nach.
Wenn der Browser dieselbe Bestellung mit Einwilligung meldet
Bei Shopify meldet der Web Pixel den Abschluss der Kasse mit Bestellnummer und Kennung des Checkouts, aber nur, wenn die Kundin oder der Kunde eingewilligt hat. Kommt der Kauf über den Webhook ohne Entscheidung an (typisch bei „Jetzt kaufen“ und anderen dynamischen Checkouts, die keinen Warenkorb anlegen), bleibt er nicht zugeordnet mit dem Grund „Keine Einwilligung“, und sein Umsatz ist gemessen. Schaltest du die Bestellzuordnung über den Checkout ein, ordnet Metrunio ihn dem Besuch zu, wenn dieselbe Kennung des Checkouts im Browser mit Einwilligung ankam und die Einwilligung schon beim Kauf bestand. Wie das geht und welche Grenzen gelten, steht im Artikel „Bestellungen über den Checkout zuordnen“.
Gezählt wird sie trotzdem nur einmal: Die Bestätigung aus dem Browser ist kein zweiter Kauf. Auch wenn du denselben Kauf als purchase über zwei Wege meldest, zählt er einmal, solange beide Meldungen dieselbe Bestellnummer tragen; es gilt die erste. War das die Meldung ohne Einwilligung vom Server, bleibt die Bestellung nicht zugeordnet, wie oben beschrieben. Mehr dazu im Artikel zu den Bestelldaten aus dem Shop.
Rechtlicher Hinweis
Diese Darstellung ersetzt keine Rechtsberatung. Dass Bestelldaten mit Bestellnummer, aber ohne Browser-, Kunden- und Werbekennungen ohne Einwilligung gespeichert werden dürfen (etwa als berechtigtes Interesse an vollständigen Umsatzzahlen), ist eine rechtliche Einordnung, die für deinen Shop deine eigene Abwägung braucht; nach einer ausdrücklichen Ablehnung erst recht. Ob die Einwilligung deiner Kundinnen und Kunden die Zuordnung über den Checkout trägt, hängt davon ab, was deine Einwilligungstexte nennen; deshalb ist sie aus, bis du sie einschaltest und die Texte bestätigst. Kläre mit deiner Datenschutzberatung, ob das für deinen Shop trägt und wie es in deiner Datenschutzerklärung steht. Einen Textbaustein dafür findest du im Hilfeartikel „Textbaustein für die Datenschutzerklärung: Umsatzabstimmung“.
Zuletzt geprüft am 13.10.2026
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Wie sende ich Events aus meinem Shop, CRM oder Backend?
Über POST /v1/server/events an den Collector, mit dem Serverschlüssel im Authorization-Header. Die Adresse und den fertigen Aufruf für deine Website zeigt das Portal unter „Einrichtung“ im Reiter „Server Events API“. Der Aufruf ist unabhängig vom Browser und damit robust gegenüber Adblockern und kurzlebigen Cookies.
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Wird ohne Consent wirklich nichts gespeichert?
Standardmäßig speichert Metrunio ohne passende Einwilligung nichts, auch kein Rohereignis, und das Tracking-Skript sendet vor der Entscheidung nichts. Ein beschriebener Fall weicht ab: Kauf und Erstattung, die dein Server ohne Einwilligung meldet, zählen zur Umsatzabstimmung im Umsatz, mit Bestellnummer und ohne Browser-, Kunden- und Werbekennungen, und werden nicht zugeordnet. Das gilt nach einer Ablehnung nur mit aktivierter Zusatzweisung. Die Klickweiterleitung gibt ohne Einwilligung der Werbeseite nur die Kampagne mit, keine Klickkennung.
- Wie richte ich Metrunio in Shopify ein?
Wie verbinde ich meinen Shopify-Shop mit Metrunio?
Du installierst die Metrunio-App über ihren Installationslink in deinem Shop: aus dem Einrichtungsassistenten im Portal oder aus unserer Mail. Hast du noch kein Metrunio-Konto, legt die App es ohne zweite Registrierung an, sobald du mit zwei Häkchen den AGB zustimmst und den Auftragsverarbeitungsvertrag abschließt; ein bestehendes Konto verbindest du über die Anmeldung im Portal. Gemessen wird erst nach Abschluss des AVV, dann aber Storefront, Checkout und Bestellung zugleich, ohne Eingriff in das Theme.
- Warum ist eine Conversion nicht zugeordnet?
Was bedeutet „nicht zugeordnet“ und wie verbessere ich die Abdeckung?
„Nicht zugeordnet“ heißt: Das Modell hat zu dieser Conversion keinen Kontakt gefunden, den es berücksichtigt. Entweder liegt keiner im Attributionsfenster und ist über eine gemeinsame Kennung verbunden, oder es sind nur Kontakte einer Art, die das Modell nicht verteilt. Metrunio erfindet dann keinen Kontakt.
- Wie sende ich Warenkorb, Neukunden und Marge aus meinem Shop?
Wie übergebe ich Bestellpositionen, den Nettowert, den Wareneinsatz und ob es ein Neukunde war?
Beim Kaufabschluss nehmen
tracker.conversion(…)und die Server Events API zusätzlichnewCustomer, die Aufteilung des Bestellwerts (netValue,taxValue,shippingValue,discountValue,costOfGoods) und die Warenkorbzeilen (items) entgegen. Alle Felder sind freiwillig; ohne sie misst Metrunio wie bisher. Mit ihnen entstehen Neukundenkosten, Deckungsbeitrag und Auswertungen je Produkt. - Zusatzweisung zur Umsatzabstimmung
Wann zählen Bestellungen nach einer Ablehnung im Cookie-Banner?
Bestellungen, die dein Shop nach einer Ablehnung im Banner serverseitig meldet, zählen nur, wenn für dein Konto die Zusatzweisung zur Umsatzabstimmung aktiviert ist. Du füllst sie aus und unterschreibst sie, danach aktivieren wir sie; ohne sie weist Metrunio solche Bestellungen ab. Bestellungen ganz ohne Entscheidung im Banner zählen auch ohne die Weisung.
- Textbaustein für die Datenschutzerklärung: Umsatzabstimmung
Was muss in meiner Datenschutzerklärung zur Umsatzabstimmung stehen?
Deine Datenschutzerklärung muss die Umsatzabstimmung als eigenen Zweck neben dem Tracking nennen, mit Rechtsgrundlage (berechtigtes Interesse nach Art. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO), den Daten, Metrunio als Auftragsverarbeiter, der Speicherdauer und dem Weg zum Widerspruch. Die Datenschutzerklärung von Metrunio informiert deine Käufer nicht. Der Baustein unten ist ein Entwurf, den du anpasst.
- Bestellungen über den Checkout zuordnen
Wie ordnet Metrunio Bestellungen ohne Einwilligungsentscheidung zu?
Gar nicht, solange du die Bestellzuordnung über den Checkout nicht einschaltest. Mit ihr ordnen wir eine solche Bestellung dem Besuch zu, wenn derselbe Checkout im Browser mit Einwilligung abgeschlossen wurde und die Einwilligung schon beim Kauf bestand.