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Journeys und Identitäten

Zählt jeder Seitenaufruf als Kontakt?

Ein Besuch ist ein Kontakt, egal wie viele Seiten darin aufgerufen werden; die einzelnen Seitenaufrufe zählen nicht extra. Ein weiterer Kontakt entsteht im selben Besuch nur, wenn ein neues Kampagnensignal ankommt: eine andere Klickkennung, andere utm-Parameter oder ein anderer fremder Referrer.

Wann wird aus einem Besuch auf meiner Website ein Kontakt in der Journey?

Ein Kontakt steht für die Frage „Woher kam diese Person?“. Wer über eine Anzeige in deinen Shop kommt und danach fünf Seiten ansieht, kam einmal: über die Anzeige. Die fünf Seiten sind Navigation und keine fünf Kontakte.

Wann ein Kontakt entsteht

  • Der erste Aufruf eines Besuchs ist ein Kontakt. Er bekommt den Kanal, den sein Signal ergibt, oder „Direkt“, wenn keines da ist.
  • Kommt im selben Besuch ein neues Signal an, ist das ein weiterer Kontakt: eine andere Klickkennung (etwa gclid, fbclid, msclkid, ttclid), andere utm-Parameter oder ein fremder Referrer, der vorher nicht galt. Mit einer Einwilligung nur für Statistik zählt von einer Klickkennung nur die Plattform: Zwei Klicks derselben Plattform sind dann ein Signal.
  • Nach 30 Minuten ohne Ereignis beginnt ein neuer Besuch und damit ein neuer Kontakt.
  • Alles andere ist Navigation: Produktseite, Warenkorb, die Seiten im Checkout.

Navigation geht nicht verloren. Jeder Seitenaufruf wird gespeichert und verarbeitet, hält die Journey aktiv und zählt in Seitenaufrufen, Sitzungen, Funnel und Kontingent wie bisher. Nur in der Journey steht er nicht als eigener Kontakt, und die Attributionsmodelle verteilen nichts an ihn. Sehen kannst du ihn im Besuchsverlauf der Journey, als Schritt des Besuchs.

Warum das die Modelle verändert

Ein Beispiel: Jemand öffnet deinen Shop direkt, kommt dann über eine Google-Anzeige zurück, sieht ein Produkt an und bestellt nach zwei Checkout-Seiten. Das sind zwei Kontakte: „Direkt“ und „Paid Search“. „Letzter Kontakt“ gibt den Kauf der Anzeige, „Gleichverteilt“ teilt ihn 50 zu 50. Zählte jede Seite, stünde „Direkt“ viermal in der Journey, bekäme den letzten Kontakt, und die Anzeige behielte bei „Gleichverteilt“ 20 Prozent.

Interaktionen wie Produktansicht oder Warenkorb stehen weiterhin in der Journey. Sie bekommen in keinem Modell einen Anteil. Daran ändert sich nichts.

Achtung

Die Regel gilt seit dem 17. September 2026. Kontakte von davor bleiben, wie sie gemessen wurden: Dort kann ein Besuch mehrere Kontakte tragen, meist „Direkt“. Bis sie aus dem Klickfenster gefallen sind (höchstens 90 Tage), gehen sie auch in neue Conversions ein. Ohne Sitzungskennung, etwa bei Server-Ereignissen oder älteren Einbauten, ist kein Besuch erkennbar; dort bleibt jeder Seitenaufruf ein eigener Kontakt.

Zuletzt geprüft am 15.10.2026

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  • Was ist ein Touchpoint?
  • Wie viele Kontakte hat ein Besuch?

Weiterführende Artikel

  • Wie entsteht eine Journey?

    Wie wird aus einzelnen Signalen eine zusammenhängende Journey?

    Eine Journey ist eine Kette gemessener Signale mit Zeitstempel, Quelle und Kennung, keine Rekonstruktion. Signale werden verbunden, wenn sie eine gemeinsame eindeutige Kennung tragen.

  • Wie rechnen die Attributionsmodelle?

    Welche Modelle gibt es und wie verteilen sie den Anteil?

    Es gibt sieben Modelle: Sechs verteilen eine Conversion nach einer festen, offengelegten Regel, das siebte liest die Regel aus deinen eigenen Wegen ab. Findet ein Modell passende Kontakte, verteilt es den Wert der Conversion vollständig auf sie; findet es keinen, bleibt sie „nicht zugeordnet“ und steht getrennt. Zugeordnet und nicht zugeordnet ergeben zusammen alle Conversions, die es rechnet.

  • Wie sehe ich mir eine einzelne Journey an?

    Wo kann ich nachvollziehen, welche Kontakte einer Conversion vorausgingen?

    Unter „Customer Journeys“ öffnest du eine Journey über ihre Bestellnummer und siehst Werbekontakte, Besuche, Schritte im Shop und Conversions in einer Reihenfolge mit Uhrzeit. Jeder Kontakt nennt Zeit, Kanal, Kampagne und den Anteil im Modell der Kontextzeile; die Seitenspalte sagt, wie dieses Modell die Conversion auf die Kanäle verteilt, und was erfasst wurde.

  • Kann ich nachvollziehen, was jemand im Shop getan hat?

    Wie sehe ich, welche Seiten jemand aufgerufen hat, auch wenn der Besuch nicht in einem Kauf endete?

    Das zeigt die Zeitachse jeder Journey: jeden Besuch mit seinen gemessenen Schritten, ob mit oder ohne Conversion. Angesehene Produkte, Warenkorb, Formular, Kasse und Kauf stehen in der Reihe, die aufgerufenen Seiten klappst du am Besuch auf. Über „Ohne Conversion“ und „Warenkorb ohne Kauf“ findest du in der Journey-Liste genau diese Besuche.

  • Werden Google, Bing und Co. automatisch erkannt?

    Muss ich bei Google oder Bing etwas einrichten, damit die Quelle erkannt wird?

    Automatisch, ohne dass du bei Google oder Bing etwas einrichtest. Metrunio liest die Herkunft aus dem, was der Browser ohnehin mitschickt: den Referrer und die Klickkennungen der Plattformen (gclid, msclkid, fbclid, ttclid). Kanal und Quelle stehen damit sofort im Bericht. Einrichten musst du nur dann etwas, wenn du auch Kampagnennamen und Kosten sehen willst: Dafür wird das Werbekonto verbunden.

  • Brauche ich noch UTM-Parameter?

    Wie verhalten sich UTM-Parameter zum Click-Tracking von Metrunio?

    UTM-Parameter werden weiterhin gelesen und gespeichert, sind aber die schwächere Quelle. Wo eine Metrunio-Click-URL im Einsatz ist, entsteht ein signierter Klick mit eindeutiger Kennung; UTM bleibt sinnvoll für Kanäle, in denen du keine eigene Trackingadresse setzen kannst.

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